Haus mit Tradition

Es war das Jahr 1952 als meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und ich das erste mal ins Inntal auf Sommerfrische fuhren. Nach einer langen, 6-stündiger Fahrt von Frankfurt waren wir alle ziehmlich ausgelaugt und froh endlich in Brannenburg angekommen zu sein. Wir waren beeindruckt von den Bergen, die links und rechts des Inntals empor stiegen. Imposant!

Aber wo schlafen? Und nun eine kleine Stärkung? Da fiel uns das Cafè Wolber gleich ins Auge. Wir betraten den Gastraum und fühlten uns vom ersten Augenblick wohl in der liebevoll eingerichteten Umgebung. Also bestellte sich meine Mutter und mein Vater einen Kaffe und wir Kinder bekamen eine heisse Schokolade. Jetzt kam die schwierige Entscheidung für uns Kinder. Die Auswahl des richtigen Kuchens. Bei so viel angebotenen Süßspeisen wirklich keine leichte Entscheidung. Aber wir meisterten auch dies.

Wir fragten nach Zimmern und uns wurde gleich ein Zimmer mit herrlichen Blick auf die Berge bereit gestellt.

Später kamen wir mit dem Wirtsleuten ins Gespräch und merkten schnell, das wir hier Freunde gefunden hatten. Der Wirt erzählte uns von seiner Arbeit im Hotel 4-Jahreszeite in München und seiner Tätigkeit im Hotel Atlon in Berlin als Koch vor dem Krieg. Später als er in Brannenburg das Haus gekauft hat und das Cafè Wolber entstand war es nicht immer einfach. Er erzählte auch von den Zeiten mit den stationierten Amerikanern. Er bot damals, ungewöhnlich für Bayern, Steak und Pommes Frites an. Das war natürlich bei den Amerikanern beliebt und verschaffte ihm eine regionale Berühmtheit. Einen ganz besonderen Service wurde den Bahnreisenden angeboten. Sie wruden vom Chef persönlich in einem Bollerwagen vom Bahnhof abgeholt.

Und so unterhielten wir uns noch bis lange in die Nacht und hatten viel Spaß zusammen. Es sollte zu einer guten Freundschaft werden.

Wir fuhren ab jetzt jedes Jahr nach Brannenburg und liesen uns bei den Wolbers verwöhnen.

Mit den Jahren wurde das Gebäude ständig erweitert um den steigenden Besucherandrang zu bewältigen.

Es standen später auch eine Kegelbahn und die erste Minigolf-Anlage im Inntal zur Verfügung.

Und so verbrachten wir viele viele Jahre wunderschöne Tage in Brannenburg.

Als 1989 das Ristorante "Da Mario" im Haus Wolber eröffnete merkten wir sofort, dass die Tradition der Wolbers weiter verfolgt wird. Auch hier fühlt man sich sofort wohl. Das nette Personal und das geschmackvolle Ambiente gibt mir sofort das Gefühl, was das Haus Wolber seit Jahren für mich bedeutet: Genuss mit allen Sinnen. Und auch hier fand ich wieder Freunde.

Ristorante · Pizzeria Da Mario · Rosenheimer Straße 60 · 83098 Brannenburg · Tel: 08034 / 17 16 · Impressum